Die ersten warmen Sonnenstrahlen wecken bei vielen Menschen die Reiselust. Soll der Familienhund mit in den Sommerurlaub gehen, ist jedoch eine frühzeitige Reiseplanung unerlässlich. So müssen z. B. vor der Einreise nach Irland, Malta, Schweden und in das Vereinigte Königreich noch immer Hunde und auch mitreisende Katzen auf die Wirksamkeit der Tollwutimpfung getestet sein. Bis man das Testergebnis in Händen hält, können mehrere Monate vergehen. Einen Termin beim Tierarzt sollte man daher spätestens jetzt machen und sich dabei auch über weitere Einreisebedingungen informieren und gleichzeitig alle anderen notwendigen Impfungen durchführen zu lassen.
Angesichts der verschiedenen notwendigen Impfungen und Impfrhythmen fällt es oftmals schwer, den Überblick zu behalten. Wer sich im Internet über das Impfen oder die Behandlung von Erkrankungen bei Hund und Katze informiert, findet häufig falsche Informationen. Deshalb sollte der Tierarzt – genau wie der Hausarzt beim Menschen – der wichtigste Ansprechpartner in Sachen Gesundheit und Vorsorge sein. Nach der Grundimmunisierung in den ersten beiden Lebensjahren müssen Hunde und Katzen in unterschiedlichen Abständen gegen die schwerwiegendsten Infektionen geimpft werden. Wann welche Impfungen notwendig sind, ist auch von regionalen Voraussetzungen und den individuellen Lebensumstände der Tiere abhängig. Je nach Wirkstoff sind Impfungen im Abstand zwischen einem und drei Jahren nötig; bei Hunden gegen Staupe, HCC (Ansteckende Leberentzündung), Parvovirose, Leptospirose und Tollwut, bei Katzen gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen und Tollwut (bei Freigängern). Auch der allgemeine Gesundheitszustand des Tieres wird bei jeder Impfung vom Tierarzt untersucht, sodass Erkrankungen frühzeitig erkannt werden können.
