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24.02.2017

Information zum Antiparasitikum Bravecto®

Aufgrund vermehrter Berichterstattung in den Medien und damit verbundenen Verbraucheranfragen zum Tierarzneimittel Bravecto® hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) Anfang Februar eine kurze Information zum aktuellen Stand gegeben:  

Danach sind in Deutschland und anderen EU-Mitgliedsländern seit Markteinführung von Bravecto® im Jahr 2014 vermehrt Meldungen über unerwünschte, teilweise schwere neurologische Nebenwirkungen, wie Zittern, Ataxie, Krampfanfälle und Epilepsie, eingegangen, die über die in der Fachinformation beschriebenen gastrointestinalen Effekte hinausgehen.

Das BVL weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Anzahl der Tiere in den Studien zur Zulassung eines Tierarzneimittels begrenzt ist und folglich nur Nebenwirkungen in der Gebrauchsinformation abgebildet werden, die in diesen Studien aufgetreten sind. Seltene und sehr seltene unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) können erst nach Markteinführung und einer häufigen Anwendung entdeckt werden. Die Zulassungsbehörden prüfen alle UAW-Meldungen eingehend und bewerten anhand eines wissenschaftlichen Algorithmus, ob das verdächtige Arzneimittel Auslöser der beobachteten unerwünschten Symptomatik sein könnte. Unerwünschte Reaktionen können dabei auch Ausdruck der Erkrankung sein, die Anlass für die Behandlung gegeben hat. Sie können genauso auf eine unerkannte gesundheitliche Störung hinweisen und nur zufällig nach der Verabreichung eines Arzneimittels auftreten, welches dann irrtümlich verdächtigt wird, die Reaktion verursacht zu haben.  

Aufgrund der Meldungen zu möglichen schwerwiegenden Nebenwirkungen wurden über die EMA eine engmaschigere Überwachung des Produkts sowie weitere Maßnahmen initiiert, um einen eventuellen Kausalzusammenhang ableiten zu können. Sollte ein solcher Kausalzusammenhang deutlich werden, wird die Aufnahme von Hinweisen zu den identifizierten Nebenwirkungen in die Fachinformation und die Packungsbeilage vorgenommen. 

Zur BVL-Meldung  

Was der Hersteller zu Bravecto® sagt  

Was „wir sind tierarzt.de“ zu "Glaubenskriegen“ in sozialen Medien sagt  



 
 
 
 
 
 

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