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29.06.2017

Afrikanische Schweinepest bei Wildschweinen jetzt auch in Tschechien

Seit 2012 bis 2014 hat sich die Afrikanische Schweinepest (ASP) mit Einträgen in die Ukraine, nach Weißrussland und in die EU-Mitgliedsstaaten Litauen, Polen, Lettland und Estland in Richtung Westen und Norden ausgebreitet. In diesen vier EU-Mitgliedsstaaten wurden seit 2014 zahlreiche Fälle von ASP bei Wildschweinen sowie etliche Ausbrüche bei Hausschweinen festgestellt. Jetzt wurden die ersten Ausbrüche der ASP in der tschechischen Region Zlim, ungefähr 250 km südöstlich von Prag, vom Leiter des tschechischen Veterinärdienstes bestätigt.

An der Risikobewertung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) zur Einschleppung der ASP nach Deutschland hat sich zwar noch nichts geändert, doch sollten die Empfehlungen für Tierhalter, Jäger und Tierärzte unbedingt beachtet werden.

Tipp: Auf seiner Internetseite stellt das FLI in wöchentlichen Abständen aktualisierte Landkarten zum Auftreten der ASP zur Verfügung.

Aktualisierung:
Inzwischen hat die EU-Kommission infolge einer Information des tschechischen Veterinärdienstes Folgendes mitgeteilt:
Epidemiologische Untersuchungen in Bezug auf die beiden Wildschweine, die in der Region Zlin infiziert wurden haben ergeben, dass die Infektion nicht durch Wildschweine eingetragen wurde. Die wahrscheinlichste Ursache für die Infektion ist ein Eintrag durch Menschen aufgrund von Reisen durch das Land von Ost nach West. Es wurden keine weiteren toten Wildschweine gefunden und Untersuchungen in Schweinehaltungsbetrieben waren negativ.

Schreiben der EU-Kommission und des tschechischen Veterinärdienstes




 
 
 
 
 
 

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