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20.07.2017

Ab 1. September verboten:

Schlachtung trächtiger Tiere

Kuh mit Kalb

Am 5. Juli wurde das "Gesetz zur Änderung futtermittelrechtlicher und tierschutzrechtlicher Vorschriften" im Bundesgesetzblatt veröffentlicht.  

Gemäß § 4 des Gesetzes ist die Abgabe von trächtigen Tieren, ausgenommen Schafe und Ziegen, im letzten Trächtigkeitsdrittel zum Zweck der Schlachtung verboten.

  • Das Verbot tritt am 1. September 2017 in Kraft. Es gilt nicht, wenn eine Tötung des Tieres nach tierseuchenrechtlichen Bestimmungen vorgeschrieben oder angeordnet worden ist oder
  • im Einzelfall nach tierärztlicher Indikation geboten ist und überwiegende Gründe des Tierschutzes einer Abgabe zur Schlachtung nicht entgegenstehen.  

Im letzteren Fall hat der Tierarzt dem Tierhalter unverzüglich eine Bescheinigung auszuhändigen, aus der sich dessen Voraussetzungen einschließlich der von ihm festgestellten Indikation ergeben. Die Bescheinigung ist vom Tierhalter mindestens drei Jahre aufzubewahren.

Hinsichtlich der Einzelfallentscheidung nach tierärztlicher Indikation ist der bpt in der politischen Diskussion für eine restriktivere Lösung eingetreten.

 
 
 
 
 
 
 
 
 

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