Kopfgrafik
 
 

27.02.2018

Afrikanische Schweinepest – intensivere Vorsorgemaßnahmen im Kabinett beschlossen

Die Bundesregierung hat weitere Vorsorgemaßnahmen für die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) auf den Weg gebracht. So hat das Bundeskabinett vergangene Woche der Verordnung zur Änderung der Schweinepest-Verordnung und der Verordnung über die Jagdzeiten zugestimmt.

Was ändert sich?

Demnach muss entsprechend der zugrundeliegenden Änderungsverordnung der EU-Kommission zur ASP künftig Folgendes beachtet werden:

  • Trennung der Maßnahmen bei Schweinepest und bei ASP bei Wildschweinen
  • Regelung zur Reinigung und Desinfektion von Viehtransportfahrzeugen, Erweiterung der Anordnungsbefugnisse der zuständigen Behörde
  • Anordnung der verstärkten Bejagung oder einer Jagdruhe für ein bestimmtes Gebiet; Änderung der Verordnung über die Jagdzeiten, z. B. Aufhebung der Schonzeit sowie die Erlaubnis, unter bestimmten Voraussetzungen Beibachen zu bejagen
  • Kennzeichnung erlegter Wildschweine und Untersuchung jedes erlegten Wildschweines im Rahmen eines zentralen Aufbruchs und dessen Sammlung
  • Probenentnahme jedes verendeten Wildschweins und Anzeige des Fundortes
  • Ermächtigung der zuständige Behörde in gefährdeten Gebieten, die Wildschweinjagd zu untersagen
  • Verbot der Verfütterung von Gras, Heu und Stroh aus gefährdeten Gebieten oder der Nutzung als Einstreu oder Beschäftigungsmaterial
  • Regelungen über die Ausweitung der von ASP betroffenen Gebiete

Mit Artikel 2 wird die Verordnung über die Jagdzeiten dahingehend angepasst, dass die Schonzeit aufgehoben wird. Durch milde Winter und durch das auch im Winter bestehende umfangreiche Nahrungsangebot vermehren sich die Wildschweine ganzjährig. Die Wildschweinebestände sind daher erheblich angewachsen. Durch die Aufhebung der Schonzeit und eine somit ganzjährig ermöglichte Bejagung soll eine Ausdünnung der Schwarzwildpopulation ermöglicht werden. Das Risiko einer Einschleppung der ASP nach Deutschland soll dadurch vermindert werden.

Weitere Informationen

 
 
 
 
 
 
 
 

© Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V.