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15.08.2018

Weniger Fluorchinolone in den Geflügel und Schweine haltenden Betrieben im QS-System

Im Jahr 2017 ist die eingesetzte Antibiotikamenge bei Schweine, Geflügel und Mastkälber haltenden Betrieben im QS System nochmals gesunken. Auch für die Verbrauchszahlen der Fluorchinolone, einer Antibiotikagruppe, die für die Humanmedizin von besonderer Bedeutung sind, konnte erneut ein Rückgang festgestellt werden. Ein deutliches Zeichen für den sorgfältigen und verantwortungsvollen Antibiotikaeinsatz von Tierärzten und Tierhaltern.  

Die Gesamtmenge der im QS-System eingesetzten Antibiotika sank von 486 Tonnen im Jahr 2016 auf 471 Tonnen in 2017. Besonders erfreulich: die Menge der eingesetzten Fluorchinolone konnte von 4,83 Tonnen (2016) auf 4,66 Tonnen (2017) gesenkt werden. Die Fluorchinolone werden zusammen mit den Cephalosporinen der 3. und 4. Generation zu den sogenannten kritischen Antibiotika gezählt.

qs-AB-Monitoring 2017zoom

Davon teilweise abweichende Ergebnisse gab jüngst das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit bekannt, das einmal jährlich die Antibiotikaabgabemengen an die Tierärzte veröffentlicht (DIMDI-Zahlen). Danach war ein Anstieg bei den Fluorchinolonen um 0,6 Tonnen festgestellt worden. Nach den Angaben von QS beruht dieser Anstieg nicht auf dem Antibiotikaeinsatz in Geflügel und Schweine haltenden Betrieben. QS erfasst den Antibiotikaeinsatz von über 95 Prozent der deutschen Schweine- und Geflügelhalter und diese haben 0,17 Tonnen weniger eingesetzt als im Jahr zuvor.  

Auch die aktuellsten Zahlen im Antibiotikamonitoring des QS-Systems deuten darauf hin, dass weiterhin weniger Antibiotika im Nutztierbereich eingesetzt werden. Mit 211 Tonnen liegen die Antibiotikamengen für die ersten sechs Monate des Jahres leicht unter dem Vorjahresniveau.

 
 
 
 
 
 
 
 

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