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23.01.2019

Appell an Bundeslandwirtschaftsministerin:

Relevante Verbände zum Dialog „Nationale Nutztierstrategie“ einladen

Schreiben an Klöckner

In einem gemeinsamen Schreiben haben die Präsidenten von bpt und Deutschem Tierschutzbund, Dr. Siegfried Moder und Thomas Schröder, heute an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner appelliert, zu einem Dialogprozess zur Erarbeitung einer nationalen Nutztierstrategie einzuladen. Relevante Stakeholder aus allen gesellschaftlichen Bereichen müssten in die geplante Entwicklung eingebunden werden. Beide Verbände stünden mit Ihrer Expertise zur Verfügung. Grund dafür: Eine Nutztierstrategie, die ausschließlich in einem intern-ministerialen Prozess erarbeitet würde, könnte nach Auffassung von Moder und Schröder nie das Vertrauen und damit die Verlässlichkeit entwickeln, die es braucht.  

Grundsätzlich begrüßen bpt und Deutscher Tierschutzbund die Absicht der Bundesregierung und speziell des Bundeslandwirtschaftsministeriums, eine nationale Nutztierstrategie zu entwickeln. Spitzt sich doch die gesellschaftliche Debatte um die Zukunft der landwirtschaftlichen Tierhaltung in Deutschland immer weiter zu. Die bestehenden Tierschutzstandards verlieren zunehmend an Akzeptanz in der Bevölkerung, die Landwirte sind einem starken Wettbewerbsdruck ausgesetzt, die Verbraucher fordern mehr Transparenz.  

Von daher muss es nach Ansicht beider Verbände gelingen, den gesellschaftlichen Anspruch an mehr Tierschutz sowie die Ansprüche des Verbraucherschutzes und den Wunsch nach Planungssicherheit auf der landwirtschaftlichen Seite zu einem gemeinsamen Ziel zusammenzuführen. Der Bund, aber eben auch die Länder und Kommunen sowie relevante gesellschaftliche Gruppen aus dem Tier- und Verbraucherschutz seien dabei im Besonderen gefordert. Damit eine solche Zielbeschreibung und die dafür notwendigen Schritte auf dem Weg dahin auch tragfähig und verlässlich wirken, bedarf es eben auch der Einbindung relevanter Stakeholder aus allen gesellschaftlichen Bereichen.  

Die Erfahrungen der Berufsstände, aber auch der Organisationen aus dem Tier- und Verbraucherschutz sowie Kirchen mit den jeweiligen Erfahrungen könnten nach Auffassung der Verbandspräsidenten sicher einen erheblichen Beitrag dazu leisten. Auch mit Blick u.a. auf das vom Bundeslandwirtschaftsministerium aktuell zu erarbeitende staatliche Tierwohlkennzeichen als ein Instrument einer Nutztierstrategie, aber auch wegen anderer dringlicher ordnungsrechtlicher Fragen halten Moder und Schröder es für zeitlich drängend, diesen Dialog zu beginnen und die relevanten Verbände an einen Tisch zu bringen.


Brief an BM Klöckner im Original



 
 
 
 
 
 

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