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EU-Politik und FVE

 

FVE-Publikationen

Die europäische Tierärztevereinigung FVE (Federation of Veterinarians of Europe) gibt Nachrichten und Newsletter heraus, die auf der FVE-Homepage zum Download bereitstehen.


 

FVE/UEVP-Frühjahrstagung 2016

Im Mittelpunkt der Frühjahrstagungen von UEVP und FVE am 2. bis 4. Juni 2016 in Marche-en-Famenne (Ardennen, Belgien) standen das Freihandelsabkommen TTIP, das Projekt „Veterinary Future“, die künftige Finanzierung der FVE sowie arzneimittelrechtliche Fragestellungen. Neben der Diskussion um das EU-Tierarzneimittelrecht (Auswertung Grossetête-Bericht, Sachstand Verhandlungen im Rat) ging es um die absehbare Neu-Klassifizierung von Colistin und ein FVE-Papier zu den Kokzidiostatika. Das dazu von der FVE-Arbeitsgruppe Arzneimittel erstellte Positionspapier, das im Kern eine Unterstellung der Kokzidiostatika unter die Verschreibungspflicht (des Tierarztes) fordert, wurde von der Delegiertenversammlung mit großer Mehrheit angenommen. Das Papier kann unter www. tieraerzteverband.de abgerufen werden. 
FVE-Positionspapier "Kokzidiostatika"

TTIP

Einen exzellenten Überblick zum Verhandlungsstand beim Freihandelsabkommen TTIP gab Dr. Brian Kilgallan, der Chefunterhändler der DG Sante (EU-Kommission). Kilgallan ist bei den Verhandlungen für das Kapitel „Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit“ zuständig. Er machte deutlich, dass es gerade bei den Verbraucher- und Lebensmittelstandards nicht darum gehe, die europäischen Standards zu unterlaufen. Der EU-Kommission sei sehr wohl bewusst, dass weder der Europäischen Rat noch das Europäische Parlament ein Abkommen mit niedrigeren Standards akzeptiere. Vielmehr sollte die Chance gesehen werden, mit dem Abkommen die höheren EU-Standards gerade beim Einsatz von Antibiotika und beim Tierschutz auch in den USA (teilweise) durchzusetzen. Weiteres Thema war das Projekt „Vet Future“, das maßgeblich auf die Initiative von bpt- Präsident Dr. Siegfried Moder zurückgeht. Dazu hat sich zwischenzeitlich eine Arbeitsgruppe unter Leitung des früheren FVEPräsidenten Christophe Buhot gegründet, die eine „Strategie 2030“ entwickeln soll. Das bpt-Präsidium hat eine ebensolche Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, deren Ergebnisse hier einfließen sollten.

UEVP: Streitpunkt "Nicht-Tierärzte"

Eine interessante Diskussion hat sich im Rahmen der UEVP-Generalversammlung zum Thema Corporates/Klinikketten ergeben. Dr. René Carlsson von der American Veterinary Medical Association (AVMA) gab einen Überblick zu den Entwicklungen in den USA, die ihren Ursprung im Jahr 1985 haben. Die Corporates sind in den USA mittlerweile ein wichtiger Faktor im Bereich der Kleintiermedizin. Nicht zuletzt ist es der Intervention des bpt geschuldet, dass die Versammlung kritisch über den Mitgliedschaftsantrag von ACOVENE diskutieren musste. ACOVENE fungiert als Zertifizierer für die Ausbildungsstätten von Tierarzthelferinnen und hat bereits im letzten Jahr einen Antrag auf assoziierte Mitgliedschaft in der UEVP gestellt. Dieses Ansinnen wird vom bpt aus politischen wie aus rechtlichen Gründen (TMF-Tarifvertragspartner) abgelehnt. Dr. Moder stellte in der Versammlung klar, dass es nicht sein könne, dass es in einem Tierärzteverband andere Mitglieder gebe als Tierärzte. Diese Position wird zwar von einigen wichtigen UEVP-Mitgliedern unterstützt, unklar ist jedoch, ob und wie der UEVP-Vorstand das Thema nun weiter behandelt. Es wurde zunächst einmal eine Arbeitsgruppe eingerichtet, der die erste Vizepräsidentin, Frau Dr. Petra Sindern, angehört.

 
 
 
 
 
 
 
 
 

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