Kopfgrafik
 
 

Grasgrannen - Gefahr für Hund und Katze

© Behr/bpt

Im Frühsommer bereiten Grasgrannen Hunden und Katzen immer wieder Ärger. Bei Berührung brechen die langen Ähren oder Ährenteile der Gräser leicht ab und heften sich am Fell an. Feine Widerhaken verhindern ein Abschütteln und lenken die Grannen tiefer ins Fell.

Mit ihren spitzen Enden können sie in alle Körperöffnungen und Hauttaschen oder -falten eindringen und schmerzhafte Fremdkörperabszesse verursachen. Häufig geraten sie in Pfotenballen, Zwischenzehenhaut, Achselhöhle, Augen oder Ohren, manchmal auch beim Schnüffeln in die Nase.

An den Pfoten bohren sich die Grannen bevorzugt in die Zwischenzehenhaut ein und wandern unter der Haut nach oben. Sie können dann meist nur noch operativ entfernt werden. Am besten sollte deshalb das Fell an den Pfoten kurz geschoren und die Haut zwischen den Zehen täglich kontrolliert werden, damit Grannen gleich entfernt werden können.

Geraten Grasgrannen ins Auge, ist fast immer eine schmerzhafte Bindehautentzündung die Folge. Häufig schwillt das Auge völlig zu. Wird der Fremdkörper nicht schnellstens entfernt, reiben die Tiere das betroffene Auge ständig mit der Pfote und verursachen so eine sekundäre Hornhautentzündung. An eine Granne im Ohr denken besonders die Hundebesitzer meist nicht, deren Tiere häufiger an einer Ohrenentzündung leiden. Sie verschlimmern den Zustand oft noch, indem sie mit einem Wattestäbchen das Ohr putzen und so die Grasgranne ungewollt tiefer ins Ohr befördern.

Hunde- und Katzenbesitzer sollten deshalb in dieser Jahreszeit besonders aufmerksam sein, wenn sich ihr Tier plötzlich ausdauernd die Pfote leckt oder humpelt, ein Auge zukneift, den Kopf heftig schüttelt oder ihn schief hält, andauernd niest oder die Nase blutet. Bei Fremdkörperverdacht ist umgehend der Tierarzt aufzusuchen, um bleibende Schäden zu verhüten!


Foto: Behr/bpt

 
initiative s.m.i.l.e.
 
 

© Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V., bpt