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Gesundes Weihnachtsfest für Haustiere

© Domnik / pixelio.de



Rund um die Weihnachtszeit verzeichnen Tierarzte alljährlich einen Anstieg der Patientenzahlen. Grund dafür sind saisonbedingte Unfälle und Erkrankungen, die durch das Beachten einiger Vorsorgemaßnahmen leicht verhindert werden können:


Das flackernde Licht
brennender Kerzen weckt oftmals die Neugierde von vierbeinigen und gefiederten Hausgenossen. Kontakt mit der Flamme kann zu schweren Brandverletzungen führen oder die Gefahr des Wohnungsbrandes bergen. Brennende Kerzen sollten deshalb keine Sekunde aus den Augen gelassen werden, wenn Haustiere im Raum sind. Während Ziervögel ihren Freiflug genießen, werden Kerzen am besten gar nicht erst angezündet.

Der Weihnachtsbaum besitzt vor allem auf junge Katzen und Hunde eine große Anziehungskraft. Sie sollten deshalb nicht unbeaufsichtigt im "Weihnachtszimmer" bleiben. Befestigen Sie den Baum so, dass er nicht umfällt, wenn die Katze ihn erklimmt oder der Hund beim Toben dagegen stößt. Der beste Standplatz ist eine Ecke im Raum. Schmücken Sie ihn wegen der Verletzungsgefahr nicht mit zerbrechlichem Glasschmuck (Schnittverletzungen nach Bruch, vor allem im Maul beim Zerbeißen) und verwenden Sie keine Dekorationsartikel mit Metallhaken. Verzichten Sie auf Lametta. Es könnte noch giftiges Blei enthalten und außerdem nach Abschlucken einen lebensbedrohlichen Darmverschluss auslösen.

Dünne, bunte Bänder von Geschenken müssen umgehend entsorgt werden. Sie stellen für Katzen ein beliebtes Spielzeug dar und werden dabei oft gefressen. Es besteht ebenfalls Gefahr eines Darmverschlusses.

Auf giftige Pflanzen wie Weihnachtsstern, Mistel, Christusdorn sollte verzichtet werden. Auch das Trinken aus dem Wassergefäß des Weihnachtsbaumes oder Kauen auf seinen Zweigen kann zur Vergiftung führen.

Schokolade, vor allem Backschokolade, muss sicher aufbewahrt werden. Durch das in Kakaokernen und –schalen enthaltene Theobromin kann ihr Verzehr für Hund oder Katze tödlich sein. Je höher der Kakaoanteil im Schokoladenartikel, desto höher ist auch der Theobromingehalt. Die tödliche Dosis für Hund Katze liegt bei etwa 100 Milligramm Theobromin pro Kilogramm Körpergewicht. Das heißt: Etwa 3 Tafeln Vollmilchschokolade oder eine Tafel Zartbitterschokolade können einen 10 - 15 kg schweren Hund töten.

Mülleimer sollten für den Vierbeiner unerreichbar sein, denn die Reste des Festessens verursachen bei ihm schwere Magen-Darm-Probleme.




Foto: Domnik/pixelio.de


 
 
 

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